Es war im Oktober 1952, als Herbert M. Hoffmann im Wohnzimmer des befreundeten Architekten Martin Kühn in der Rembrandtstr. 12 zwölf Sängerinnen und Sänger zum gemeinsamen Musizieren um sich scharte.
Schon nach einer der ersten erfolgversprechenden Chorproben erhielt das Kind den Namen Frankfurter Kantatenkreis. Der Chor begann mit seinem vorerst bescheidenen Repertoire von Motetten und kleinen Kantaten in Frankfurter Kirchen und Umgebung Abendmusiken zu veranstalten. Ein Glücksfall für Hoffmann und seinen Chor war das Zusammentreffen mit Arnold Thrun, dem Präsidenten der Freunde der Kirchenmusik (heute Kirchenmusikverein Frankfurt am Main e.V.).
 

Durch regelmäßige Verpflichtungen des Chores bei den Veranstaltungen der Freunde der Kirchenmusik wurde der Chor für neue Sängerinnen und Sänger immer attraktiver.
Der entscheidende „Durchbruch“ des Chores war die Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms zum 25-jährigen Chorjubiläum im Jahre 1977.

 
  Durch eine gezielte Werbung für dieses Konzert wuchs der Chor auf ca. 80 aktive Mitglieder an.

Seit diesem Jubiläumskonzert folgten zahlreiche Aufführungen großer oratorischer Werke.

 

Im Januar 2004 hat Frank Hoffmann die Leitung des Frankfurter Kantatenkreises von Herbert Manfred Hoffmann übernommen.

 

 

Vorwort der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum des Frankfurter Kantatenkreises

 

Download der Festschrift (PDF-Datei):

hohe Auflösung
(8,7 MB)

niedrige Auflösung
(1,2 MB)

  50 Jahre Frankfurter Kantatenkreis – wie soll dieses Jubiläum gefeiert werden? Gar nicht, denn wenn der Chor sich in den großen Aufführungen präsentiert, dann ist dies Ausweis genug für die meisterliche Reife eines Fünfzigjährigen.
Oder doch eine ordentliche Sause mit einem Gemisch aus Dankbarkeit und der Lust zum Feiern?
Im Vorfeld des Jubiläums gab es im internen kleinen
Kreis verschiedene Argumente für dies und das. Und als
Ergebnis kam dann heraus das prächtige Sowohl-als-auch.
Zum einen große Aufführung: zum ersten Mal singt der
Kantatenkreis (am 17.12.2002) die ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Joh. Seb. Bach.
Andererseits auch Feier: am 16.11.2002 ein Festakt in
der Heiliggeistkirche und anschließend eine Feier im Dominikanerkloster für den Chor, ein paar Ehemalige und ein paar geladene Gäste. Nicht die ganz große Sause - dazu fehlen die Möglichkeiten. Aber doch wird die Lust zum Feiern nicht unterdrückt.
 
Das Sowohl-als-auch gilt auch für das vorliegende Heft:
zu einer richtigen ausführlichen, gründlichen Festschrift reichte weder Zeit noch Kraft noch Geld. Aber ganz ohne geschriebenen und lesbaren Rückblick sollte und durfte es auch nicht sein. So ist herausgekommen ein Gemisch aus einer Festschrift und einer Art Abitur-Zeitung - insgesamt vielfältige Erinnerungen ohne den Anspruch auf Vollständigkeit oder gar historisch wissenschaftliche Gründlichkeit.
Im Jubiläumsjahr umfasst der Frankfurter Kantatenkreis knapp 80 Sängerinnen und Sänger. Sie kommen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Die jeweilige Motivation wird vor allem die Lust am qualifizierten Singen sein. Nicht jede und jeder wird Bachs „Soli Deo Gloria“ für sich so reklamieren.
 

Rede von Andrea Wölbing zum 50-jährigen Bestehen des Frankfurter Kantatenkreises:

Download (PDF-Datei)

  Gleichwohl ist nach 50 glücklichen und guten Jahren
der Dank gegenüber Gott und den Menschen anzusagen.
Dass dieser Chor – gegründet mit kleinen Anfängen in
einem Privathaus und gewachsen zu solcher Größe und
Leistungsfähigkeit – auf 50 Jahre Existenz zurückblicken
kann: das ist alles andere als selbstverständlich. Dass dieser
Chor die ganzen 50 Jahre unter der Leitung eines einzigen
Dirigenten singen und sich entwickeln konnte – Herbert
Manfred Hoffmann – das ist auch alles andere als selbstverständlich.
Deswegen ist die „Grundtonart“ des Jubiläums weder
D-Dur noch d-Moll sondern vor allem Dank, tiefer Dank.